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Ergebnisse des Weltgipfels in Johannesburg

Logo des Gipfels in JohannesburgDer Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung (WSSD) in Johannesburg fand vom 26. August bis 8. September 2002 statt. Die Europäische Union (EU) wertete trotz der zahlreichen scharf geführten Debatten mit den USA und den OPEC-Staaten die erzielten Gipfelbeschlüsse als Erfolg. Gleichzeitig betonte die Gemeinschaft, dass sie bei der Umsetzung des auf dem Gipfel verabschiedeten Aktionsplans mit guten Beispiel vorangehen will. Dafür hat sie u.a. die Aufstockung der Entwicklungshilfe um zusätzliche 22 Mrd. Euro bis zum Jahr 2006 zugesagt.

Die EU hat beharrlich auf ehrgeizige und realistische Ergebnisse sowie klar messbare und zeitlich definierte Ziele hingearbeitet, die in Einklang mit den Millenniumszielen stehen. Zu den wichtigsten Beschlüssen gehören:

Während des Gipfels rief die EU zahlreiche weitere Initiativen und Partnerschaften ins Leben. Zu den obersten Prioritäten der Gemeinschaft gehörte dabei die Realisierung der Millenium-Entwicklungsziele im Energiebereich.

Eine von der EU gestartete große Initiative für Partnerschaften im Energiebereich hat die Verringerung der Armut und die Förderung nachhaltiger Entwicklung zum Ziel. Die Initiative für Partnerschaft im Energiebereich soll den Menschen, die ohne Anschluss an die öffentliche Energieversorgung leben, einen besseren Zugang zu effizienten und nachhaltigen Energiequellen ermöglichen. Die sich daraus entwickelnden Partnerschaften sollen ein Forum dafür bieten, die Effizienz der bereits heute beachtlichen Aktivitäten der EU im Bereich der Energieförderung in den Entwicklungsländern weiter zu verbessern.

Eine weitere Initiative der EU im Bereich der regenerativen Energieträger wurde ebenfalls auf dem Johannesburger Gipfel vorgestellt. Sie betrifft die Bildung einer Koalition mit gleichgesinnten Staaten, um mit zeitlich befristeten Zielvorgaben die Produktion und den Verbrauch sauberer Energie zu erhöhen. Schon während des Gipfels bekundeteten zahlreiche Staaten, darunter zahlreiche Länder Afrikas, Lateinamerikas, der Karibik und Europas, ihr Interesse, am Aufbau einer solchen Koalition mitwirken zu wollen. Die Delegation der EU, insbesondere Umweltkommissarin Wallström zeigte sich sehr erfreut über die positive Resonanz dieser weiteren Initiative der EU.

Neben den Initiativen im Energiesektor trat die EU mit ihrer „Water for Life-Initiative“ hervor. Gegenwärtig haben über eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und mehr als 2,4 Milliarden Menschen verfügen über keine ausreichenden Sanitäreinrichtungen. Die Initiative soll die gefassten Beschlüsse des Gipfels im Bereich der nachhaltigen Wasserversorgung in die Tat umsetzen, um so die weltweite Versorgung mit Trinkwasser und sanitären Anlagen zu verbessern. Als erste konkrete Schritte wurde dazu u.a. eine Wasservereinbarung zwischen der EU und Afrika unterzeichnet. Ein Hauptanliegen der Wasserinitiative ist dabei die Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Anrainerstaaten von Flüssen bei der Bewirtschaftung ihrer Wasserressourcen.

Auch der Klimaschutz stand bei den Verhandlungen über eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung auf der Agenda des Gipfels. China, Südafrika und Polen kündigten an, dass Kyoto-Protokoll ratifizieren zu wollen. Nachdem Kommissionspräsident Prodi an Russlands Präsident Putin appelliert hatte, das Protokoll ebenfalls zu ratifizieren, gab die russische Regierung eine positive Erklärung zum Stand der Ratifizierung ab. Nach der Ratifizierung durch Russland könnte somit das Protokoll auch ohne den Beitritt der Vereinigten Staaten in Kraft treten.

Quelle

 

 

 

 

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