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Vierte WHO-Konferenz der europäischen Umwelt- und Gesundheitsminister

(Budapest, Ungarn 23. – 25. Juni 2004)

 

Die vierte ministerielle Konferenz Umwelt und Gesundheit stand unter dem Motto „Die Zukunft unseren Kinder“. Damit wird anerkannt, dass Kinder und künftige Generationen den Kern einer nachhaltigen Entwicklung bilden. Eine Politik, die sie schützt, dient zugleich auch dem Schutz der gesamten Bevölkerung.

Was ist die „Budapest Konferenz?“

Es handelt sich um eine Konferenz der Gesundheits- und Umweltminister der 52 Mitgliedsstaaten der Europäischen Region der WHO. Sie sollen Beschlüsse fassen und sich zu im Bereich Umwelt und Gesundheit erforderlichen Maßnahmen verpflichten, wobei das Schwergewicht auf dem Wohl der Kinder und künftiger Generationen liegen wird. Zwischenstaatliche Organisationen und Organisationen der Zivilgesellschaft sind dabei aktive Partner.

Warum heißt sie die Vierte ministerielle Konferenz?

Sie ist die vierte Konferenz im Rahmen des so genannten „Prozess für Umwelt und Gesundheit“, der 1989 in Frankfurt begann und 1994 in Helsinki auf der zweiten Konferenz sowie bei der dritten Konferenz 1999 in London, an der 72 Minister teilnahmen, bekräftigt wurde. Die Minister unterzeichneten dort das Protokoll über Wasser und Gesundheit, ein rechtlich bindendes Instrument, das zur Zeit ratifiziert wird, außerdem die Charta Verkehr, Umwelt und Gesundheit und die Erklärung, in der sie auch zu zahlreichen anderen Fragen verpflichtende Versprechen eingingen.

Wer organisierte die Konferenz?

Das Regionalbüro in Zusammenarbeit mit dem Gastgeberland Ungarn und dem Europäischen Ausschuss für Umwelt und Gesundheit (EEHC), in dem Regierungen, die Europäische Kommission und zwischenstaatliche ebenso wie nichtstaatliche Organisationen vertreten sind.

Was stand auf der Tagesordnung?

An erster Stelle stand ein Aktionsplan für die Verbesserung von Umwelt und Gesundheit der Kinder der Europäischen Region. Darin werden die kritischen Bereiche aufgezeigt, in denen die Gesundheit der Kinder vor Umweltverschmutzung geschützt werden muss. Außerdem wird skizziert, mit welchen Maßnahmen sich ihre Belastung durch Umweltgefahren und die damit verbundenen negativen gesundheitlichen Auswirkungen, wie Asthma, Allergien, Neuroentwicklungsstörungen, Krebs, durch Lebensmittel und Wasser übertragene Krankheiten sowie Verletzungen verringern lassen.

Die Mitgliedsstaaten stimmten der Erarbeitung eines Rahmenplanes für ein System der Berichterstattung und Lageeinschätzung zu, das sich auf vereinbarte und vergleichbare Umwelt- und Gesundheitsindikatoren gründet. Besonders interessant ist der praktische Stellenwert des Vorsorgeprinzips in der künftigen Politikgestaltung.

Die Mitgliedsstaaten zogen auch eine Bilanz zu den Entwicklungen in Europa in den vergangenen 15 Jahren auf dem Gebiet des Gesundheits- und Umweltschutz. Insbesondere erfolgte eine Erfolgskontrolle der Maßnahmen, die auf der 3. Ministerkonferenz in London 1999 ergriffen wurden.

Weitere Themen der Konferenz waren u.a. die Bereiche Wohnen und Gesundheit, Entwicklung eines Informationssystems zu Umwelt und Gesundheit sowie die Auswirkungen extremer Wetterlagen sein.

 

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