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Fünfte WHO-Ministerkonferenz zu „Umwelt und Gesundheit“

(Parma, Italien, 10.-12.03.2010)

Die Fünfte ministerielle Konferenz zu Umwelt und Gesundheit stand unter dem Motto „Schutz der Gesundheit der Kinder in einer sich verändernden Umwelt“. Dazu trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der Umwelt- und Gesundheitsministerien aus den 53 Mitgliedstaaten der Europäischen Region der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom 10. bis 12. März 2010 in Parma (Italien). Mit der Ersten Ministerkonferenz 1989 in Frankfurt/Main begann der europäische Prozess Umwelt und Gesundheit. Danach folgten die Zweite Konferenz 1994 in Helsinki, die Dritte Konferenz 1999 in London und 2004 die Vierte Konferenz in Budapest. Das WHO-Regionalbüro Europa organisierte die Fünfte Konferenz gemeinsam mit dem Gastgeberland Italien und dem Europäischen Ausschuss für Umwelt und Gesundheit (EEHC), in dem Regierungen, die Europäische Kommission sowie zwischenstaatliche und nichtstaatliche Organisationen vertreten sind.

Drei Schwerpunktthemen standen auf der Tagesordnung der Fünften Ministerkonferenz:

Ministerdeklaration zu Umwelt und Gesundheit

In der abschließenden Ministererklärung und dem darin integrierten Dokument "Commitment to act" ("Entschlossenheit zum Handeln") kamen die vertretenen Regierungen unter anderem überein, sich mit den gesundheitlichen und umweltbezogenen Folgen des Klimawandels, den umweltbedingten Gesundheitsrisiken insbesondere von Kindern und anderen gefährdeten Gruppen und den sozioökonomischen und geschlechtsbezogenen Ungleichheiten zwischen Menschen in Bezug auf Umwelt und Gesundheit aktiv auseinanderzusetzen. Sie erklärten ihre Entschlossenheit zur Reduzierung umweltbedingter Gesundheitsrisiken.

Verbesserung von Umwelt und Gesundheit der Kinder

Der Schutz von Kindern vor umweltbedingten Gesundheitsrisiken ist weiterhin oberstes Ziel der WHO-Mitgliedsstaaten. Auf der Grundlage des Aktionsplans zur Verbesserung von Umwelt und Gesundheit der Kinder in der europäischen Region (Children’s Environment and Health Action Plan for Europe, CEHAPE) von 2004 (Vierte WHO-Konferenz in Budapest) beschlossen die Vertreterinnen und Vertreter der Regierungen zahlreiche Aktivitäten, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden sollen. Dies gilt besonders im Hinblick auf eine sichere Wasserver- und Abwasserentsorgung, auf körperliche Betätigung und gesunde Ernährung sowie auf saubere Luft und eine von schädlichen Chemikalien freie Umwelt.

Soziale und geschlechtsbezogene Ungleichheiten

Die in Parma vertretenen WHO-Mitgliedstaaten befassten sich mit den sozioökonomischen, geschlechts- und altersbedingten Ungleichheiten im Bereich Umwelt und Gesundheit und leiteten Handlungsmöglichkeiten zur Überwindung solcher Ungleichheiten ab. Das Dokument „Soziale und geschlechtsbezogene Ungleichheiten im Bereich Umwelt und Gesundheit" enthält Empfehlungen zum Abbau von Ungleichheiten und zur Förderung einer gesunden Umwelt für alle.

Klimawandel und Gesundheit

Die beteiligten Staaten kündigten an, die Gesundheitsthematik in die Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen, -konzepte und -strategien aller Politikbereiche einzubeziehen. Das Dokument „Schutz der Gesundheit in einer durch den Klimawandel bedrohten Umwelt beschreibt notwendige Schritte und Prioritäten für koordinierte internationale und nationale Maßnahmen in der Europäischen Region.

Die Zukunft des Prozesses Umwelt und Gesundheit

Der europäische Prozess Umwelt und Gesundheit wird zukünftig von einer neu gegründeten „Europäischen Sonderarbeitsgruppe Umwelt und Gesundheit“ begleitet. Ferner wurde vereinbart, die politische Abstimmung zwischen den turnusmäßigen Ministerkonferenzen zu stärken und die Ministerebene fortan direkt am Prozess zu beteiligen. Im Jahr 2016 wird die Sechste Ministerkonferenz Umwelt und Gesundheit stattfinden. Bis dahin sind die an dem europäischen Prozess Umwelt und Gesundheit Beteiligten aufgefordert, sichtbare Ergebnisse zur weiteren Verbesserung des gesundheitlichen Umweltschutzes vorzulegen.

 

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