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Verbesserung der Erfassung der Expositionsdaten beim Menschen im Rahmen der „Ärztlichen Mitteilungen bei Vergiftungen“ nach § 16e Abs. 2 des Chemikaliengesetzes

(Laufzeit: 01.12.2001 – 31.01.2004)

Foto: Produktgruppen Farben, Lacke, Kleber und Pestizide und FamilieErkrankungen oder Verdachtsfälle von Vergiftungen, die mit chemischen Stoffen oder Produkten in Verbindung gebracht werden, müssen nach § 16e Abs. 2 des Chemikaliengesetzes dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gemeldet werden. Die bisherigen Erfahrungen mit dem dafür verwendeten Meldeformular haben deutlich gemacht, dass die erhobenen Daten keine ausreichende Beschreibung der tatsächlichen Exposition zulassen und der Zusammenhang zwischen Exposition und nachfolgender Symptomatik/Erkrankung nicht immer bewertet werden kann.

Im Rahmen des Aktionsprogramms Umwelt und Gesundheit (APUG) wurde ein Forschungsprojekt, finanziert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), initiiert, in dem das bisherige Meldeformular vom BfR zur Beschreibung der Exposition verbessert und modellhaft bei 360 Patienten mit Vergiftungen oder dem Verdacht auf eine Vergiftung unter den Bedingungen der ärztlichen Praxis im ambulanten und stationären Bereich für die Produktgruppen Farben, Lacke, Kleber und Pestizide erprobt wird.

Dabei wird die etablierte systematische und kontinuierliche Erfassung der Exposition des Menschen gegenüber chemischen Stoffen verfeinert und bessere Voraussetzungen für die Bewertung der Zusammenhänge zwischen Erkrankungen und dem Einfluss von chemischen Stoffen geschaffen. Für die Erfassung von Angaben zur Ursache, zur Art und Weise der Exposition (Pfade), zur aufgenommenen Menge der Chemikalien und zu den Rahmenbedingungen (Szenarien) im Innen- und Außenbereich wird die Aufnahme zusätzlicher Datenfelder in das Meldeformular geprüft.

Im Ergebnis zeigte sich, dass die an der Studie beteiligten Ärzte vorwiegend nur detaillierte Angaben zur Symptomatik machten und die erforderlichen Angaben zur Exposition nur durch zeitaufwändiges Nachfragen bei den Patienten seitens der Projektbearbeiter erhoben werden konnte. Um Dosis-Wirkungsbeziehungen unter praxisnahen Bedingungen zu erkennen, muss das Meldesystem, aber auch das Meldeverhalten der Ärzte optimiert werden. Hierzu wurden im Abschlussbericht Vorschläge unterbreitet.

 

Kontakt
Bundesinstitut für Risikobewertung
Dr. Axel Hahn, FGr 32

 

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