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Verfahren zur Ableitung von Höchstgehalten für krebserzeugende Umweltkontaminanten in Lebensmitteln

Grenzwerte für gesunde Lebensmittel

In Lebensmitteln können sich schädliche Stoffe aus der Umwelt einlagern. Den Kanzerogenen (krebserzeugenden Stoffen) ist dabei besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Eine eindeutige Methodik zur Ableitung von Höchstgehalten für solche Stoffe in Lebensmitteln liegt bislang noch nicht vor. Das Forschungsprojekt versteht sich als Beitrag zur wissenschaftlichen Diskussion auf dem Weg zu notwendigen EU-weiten Regulierungen.

 

Standardsetzung bei Höchstgehalten für Umweltkontaminanten in Lebensmitteln

Grenzwerte für gesunde Lebensmittel

In Lebensmitteln können sich schädliche Stoffe aus der Umwelt einlagern. Um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen , bestimmen unterschiedliche Institutionen Richt- oder Grenzwerte für verschiedene Stoffe in Lebensmitteln. Wer legt welche Höchstgehalte mit welcher Verbindlichkeit und nach welcher Methode fest? Sind die Verfahren aufeinander abgestimmt? Das Forschungsprojekt gibt Antworten.

 

Evaluation von Standards und Modellen zur probabilistischen Expositionsabschätzung

Quantitative Risikoabschätzung: Ist Risiko messbar?

Wie sind gesundheitliche Risiken durch Umweltbelastungen zu bewerten? Im gesundheitsbezogenen Umweltschutz gewinnt die Methode der „Quantitativen Risikoabschätzung (QRA)“ auch in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Ziel des Forschungsprojekts war es, eine einheitliche Datengrundlage für eine verteilungsbasierte (probabilistische) Expositionsabschätzung bereit zu stellen. Darüber hinaus wurde ein Praxis-Leitfaden entwickelt, der die Arbeitsanforderungen für eine verteilungsbasierte Expositionsabschätzung und Empfehlungen zur „Guten Praxis“ der Expositionsmodellierung enthält.

 

Verbesserung der Erfassung der Expositionsdaten beim Menschen im Rahmen der „Ärztlichen Mitteilungen bei Vergiftungen“ nach § 16e Abs. 2 des Chemikaliengesetzes

Gut erfassen, besser vergleichen

Farben, Lacke, Kleber, Schädlingsbekämpfungsmittel, verschiedene Haushaltschemikalien können Brechreiz, Atemnot oder Hautreaktionen hervorrufen. Solche gesundheitlichen Störungen, die mit der Anwendung von Produkten in Verbindung gebracht werden, müssen vom Arzt auch im Falle eines Verdachtes einer Vergiftung dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gemeldet werden. Mit dem bisherigen Meldeformular werden die Angaben zur Exposition nur unzureichend erfasst. Die Studie erprobt eine bessere Erfassung, indem die Expositionsdaten nicht nur vom behandelnden Arzt, sondern auch mit Hilfe des betroffenen Patienten dokumentiert werden.

 

Umweltbedingte Belastungen mit kanzerogenen Nitro-/Aminoaromaten im Urin von Nichtraucherinnen und Nichtrauchern

Wie kommen krebsauslösende Aminoaromate in den Urin von Nichtraucherinnen und Nichtrauchern?

Aromatische Amine sind stark wirksame kanzerogene Stoffe im Zigarettenrauch und werden daher im Urin von Raucherinnen und Rauchern gefunden. Einige der Amine können jedoch auch im Urin von Nichtraucherinnen und Nichtrauchern nachgewiesen werden und zwar in ähnlich hohen Konzentrationen wie bei Raucherinnen und Rauchern. Ziel des Forschungsprojekts war es, die umweltbedingten Ursachen für die Belastung zu ermitteln. Dazu wurden bei 80 Nichtraucherinnen und Nichtrauchern die Gehalte einiger Aminoaromate im Urin analysiert und potentielle Belastungsquellen (z.B. Passivrauchen, Belastung über Staub und Dieselruß, Nahrungsmittel, Textilien, Lederprodukte und Haarfärbemittel) über einen Fragebogen erfasst.

 

Vergleich von Verfahren zur Ableitung gesundheitsbezogener Wirkungsschwellen (Benchmark – NOAEL)

Benchmark vs. NOAEL – Welches Verfahren eignet sich besser für die Risikoabschätzung?

Aus Tierversuchen ist zu erkennen, welche Schäden durch bestimmte chemische Stoffe entsprechend ihrer Zufuhrdauer und Dosis entstehen können. Um die Wirkung von Umweltchemikalien auf die menschliche Gesundheit beurteilen zu können, ist die Einbindung der aus den Tierversuchen gewonnenen Dosis-Wirkungsfunktionen notwendig. Das Projekt vergleicht die Verfahren „Benchmark“ vs. „NOAEL“ hinsichtlich ihrer Eignung, gesundheitsbezogene Risiken exakt abschätzen zu können. Das Benchmark-Verfahren erhält den Vorrang. Ein Leitfaden mit Empfehlungen für die Vorgehensweise bei seiner Anwendung soll erprobt werden.

 

Überprüfung der maßgerechten Übertragung (Scaling) von Schadstoffdosen aus Tierversuchen auf den Menschen (Interspeziesextrapolation)

Datenübertragung aus Tierversuchen

Die Schadstoffwirkung in Tieren lassen Rückschlüsse auf den Menschen zu. Daten aus Tierversuchen sind daher die wesentliche Basis für die Bewertung von Schadstoffwirkungen auf den Menschen. Die Daten werden jedoch nicht eins zu eins, sondern erst mittels bestimmter Faktoren auf den Menschen übertragen (Scaling). Sollte sich das Scaling eher am Körpergewicht oder am Kalorienverbrauch orientieren? Ergebnis der Literaturauswertung: Der Kalorienverbrauch eignet sich zur maßgerechten Tier-Mensch-Übertragung, das Körpergewicht weniger. Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Interspeziesextrapolation, d.h. für die Tier-Mensch-Übertragung?

 

Mögliche Auswirkungen von Klimaveränderungen auf die Ausbreitung von Krankheitserregern über tierische Vektoren

Der Süden kommt zu uns... auch seine Krankheiten?

Krankheiten könnten in Deutschland im Zusammenhang mit Umwelt- und Klimaveränderungen wie heiße Sommer und milde Winter zum Problem werden. Wie groß ist die Gefahr, dass sich Infektionskrankheiten, wie Gelbfieber oder Malaria in Deutschland ausbreiten? Die Studie gibt einen umfassenden Überblick über in Deutschland nachgewiesene tierische Krankheitsüberträger – wie Zecken, Stech-, Sand-, Kriebelmücken, Gnitzen und Nagetiere – sowie von ihnen übertragene Erreger (Viren, Bakterien, tierische Einzeller). Zentrales Ergebnis: Wesentliche Voraussetzungen für das Auftreten neuer Erkrankungen sind gegeben.

 

Behördliche Strukturen der Umwelt - und Gesundheitspolitik in Deutschland

Behördenstrukturen: Motor oder Bremse von Umwelt- und Gesundheitspolitik?

Welche Arbeitseinheiten in den Verwaltungen und Behörden sind für Umwelt- und Gesundheitsbelange zuständig und wie effektiv kooperieren sie? Diese Fragen müssen vor allem für Querschnittsthemen wie die Bereiche „Umwelt und Gesundheit“ beantwortet sein, damit politische Maßnahmen Erfolg haben. Gibt es Verbesserungsmöglichkeiten in der Zusammenarbeit der für Umwelt- und Gesundheitspolitik verantwortlichen Behörden in Deutschland? Die Studie hat sie gefunden.

 

 

 

 

 

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