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Gesundheitsrisiken – erfassen, bewerten, vermitteln

Der Staat will die Bevölkerung vor Gesundheitsrisiken schützen. Dafür braucht er gesicherte Erkenntnisse über den Gesundheitszustand der Bevölkerung sowie über die Wirkung von Umwelteinflüssen auf die Gesundheit. Er muss Risiken erkennen, Standards festsetzen und die Bevölkerung über Gesundheitsgefahren informieren.

Das Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit (APUG) fördert Strategien und Maßnahmen, um Gesundheitsrisiken, deren Ursache Umwelteinflüsse sind, erfassen, bewerten und vermitteln zu können. Ziel ist, die Datenlage für die Einschätzung der Belastungssituation zu verbessern und repräsentative Daten über die bestehende Schadstoffbelastung der Bevölkerung sowie deren häuslicher Umgebung (Referenzwerte) zu ermitteln.

Erfassen – Gesundheitsbeobachtung und –berichterstattung

Die gegenwärtig vorliegenden Umweltdaten und Daten zur Gesundheit sind meist nicht zusammen auswertbar. Dies erschwert eine angemessene Beurteilung der Umwelteinflüsse auf die Gesundheit, also eine Beurteilung, bei der Zusammenhänge weder unter- noch überschätzt werden. Forschungsprojekte sollen Wege aufzeigen, wie Verfahren und Methoden zur Abschätzung umweltbezogener Gesundheitsrisiken verbessert werden können.

Für eine gesundheitsbezogene Umweltbeobachtung eignen sich Bevölkerungsstudien. Eine wichtige Säule sind die Surveys zu Gesundheit und Umwelt von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Es werden u.a. Erkenntnisse zu umweltbedingten Allergien, Reizungen der Augen, Nase und Kehle und Reaktionen auf Lärmbelastungen erwartet.

Vermutete Zusammenhänge zwischen Schadstoffdosen und Gesundheitsrisiken prüft auch die Umwelttoxikologie mit Hilfe von Tierversuchen oder Zellkulturen. Ausgehend von Labor-Ergebnissen wird auf reale Expositionsverhältnisse menschlicher Organismen geschlossen und eine Beurteilung der umweltbedingten Gesundheitsrisiken vorgenommen.

In vielen Fällen ist die toxikologische Datenlage bisher unzureichend, um den Empfindlichkeitsunterschied zwischen Kindern und gesunden Erwachsenen verlässlich quantifizieren zu können. Forschungsprojekte im Rahmen des Aktionsprogramms Umwelt und Gesundheit (APUG) sollen diese Lücke schließen.

Bewerten – Umgang mit Risiken

Die wissenschaftliche Bewertung und die gesellschaftliche Wahrnehmung von Gesundheitsrisiken durch Umwelteinflüsse können auseinanderliegen. Dies kann zu Verunsicherung in der Bevölkerung und zu Vertrauensverlust gegenüber Behörden führen. Wichtig ist deswegen, die Prozesse der Risikobewertung transparenter, effektiver und effizienter zu gestalten. Die im Rahmen des Aktionsprogramms Umwelt und Gesundheit (APUG) eingerichtete „Risikokommission“ hat hierzu Vorschläge erarbeitet, die im Abschlussbericht der Risikokommission vorgestellt werden.

Immer mehr Menschen leiden an Gesundheitsstörungen, deren Ursache sie selbst in der Umwelt sehen. Der zunehmende Bedarf an umweltmedizinisch ausgebildeten Ärztinnen und Ärzten veranlasste die Ärztekammern, die Zusatzbezeichnung „Umweltmedizin“ zu schaffen. Das Aktionsprogramm unterstützt umweltmedizinische Forschungsprojekte und Aktivitäten, die zur Qualitätssicherung in der Umweltmedizin beitragen, um die medizinische Versorgung und Betreuung betroffener Personen zu verbessern.

Vermitteln – Information und Kommunikation

Informationen zu umweltrelevanten Gesundheitsgefahren werden immer wichtiger. Um dem Bedarf nach allgemein verständlicher Information über die Wirkung von Umwelteinflüssen und Produkten auf die Gesundheit nachzukommen und das Vorsorgeverhalten der Bevölkerung zu unterstützen, verstärken die am Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit (APUG) beteiligten Ministerien und Bundesoberbehörden ihre Öffentlichkeitsarbeit zu umweltbedingten Gesundheitsrisiken.

 

 

 

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