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Neukonzeption der gesundheitsbezogenen Umweltbeobachtung

(Laufzeit: Laufende Aktivität)

Seit einiger Zeit werden auf Bundesebene Überlegungen angestellt, die gesundheitsbezogene Umweltbeobachtung in Deutschland neu zu konzipieren und dabei die Kooperation mit den Bundesländern auszubauen. Ziel einer Neukonzeption ist, die Datenbasis über gesundheitsbezogene Umweltbelastungen zu verbreitern und die Datenlage über die Situation in den einzelnen Bundesländern zu verbessern. Damit soll gleichzeitig das voraussichtliche Auslaufen des bundesweiten Umwelt-Surveys in der gegenwärtigen Form ab 2007 kompensiert und die Beteiligung an internationalen Aktivitäten ermöglicht werden. Auch auf europäischer Ebene wird, unter anderem mit dem „Europäischen Aktionsplan Umwelt und Gesundheit 2004 – 2010“, dem Thema der Verknüpfung von Umwelt- und Gesundheitsbeobachtung eine immer größere Bedeutung beigemessen. Zurzeit prüft eine Arbeitsgruppe der EU-Kommission, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um ein Pilotprojekt für ein EU-weites Human-Biomonitoring durchführen zu können.

Um die Belange der Bundesländer bei der Neukonzeption der gesundheitsbezogenen Umweltbeobachtung ausreichend berücksichtigen zu können, hat das UBA im Sommer 2005 eine Umfrage bei den Gesundheits- und Umweltministerien der Länder durchgeführt. Die Umfrage zeigte, dass die überwiegende Mehrheit der Länder die gesundheitsbezogene Umweltbeobachtung für fachlich sinnvoll und erforderlich hält.

Der Bedarf an bundeseinheitlichen Referenzwerten und an der Etablierung einheitlicher Erhebungsstandards, die die Voraussetzungen für eine kostengünstige Zusammenführung von Einzelergebnissen bilden, wird von der Mehrheit der Bundesländer deutlich betont. Als Nutzen werden explizit die Bewertung anlassbezogener Messwerte, die Beurteilung der Auswirkungen von Großschadensereignissen, die Einschätzung von Innenraumbelastungen, Zusammenhangsanalysen für die Identifizierung von Belastungsquellen und die differenzierte Pfadbetrachtung hervorgehoben.

Kontakt
Umweltbundesamt, FG II 1.2
Dr. Marike Kolossa-Gehring

 

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