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Umwelteinflüsse

Verrauchte Räume, laute Straßen und staubige Luft führen zu Unwohlsein. Viele Umweltbelastungen sind zu sehen, zu hören und zu riechen. Es gibt aber auch Belastungen, deren Gesundheitsrisiko nicht unmittelbar zu spüren ist: chemische und biologische Schadstoffe in der Atemluft, in Produkten oder der Nahrung.

Der Mensch ist vielfältigen Einflüssen aus der Umwelt ausgesetzt, die sein Wohlbefinden beeinträchtigen und ihn schädigen können. Umweltschutz schützt und nützt den Menschen und unterstützt eine nachhaltige Gesundheitsvorsorge. Schadstofffreies Wohnen, schadstofffreie Produkte und Nahrung, niedrige Strahlung und Lärmbelastung begünstigen ein gesundes Leben. Das Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit (APUG) informiert über umweltbedingte Gesundheitsrisiken und die Möglichkeiten, diese im Alltag zu reduzieren. Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit (APUG) leistet dazu einen Beitrag.

Gesundheitsschutz ist Umweltschutz - Umweltschutz ist Gesundheitsschutz

In Deutschland haben gesetzliche Regelungen zur Verbesserung der Umweltqualität geführt und viel zum Schutz der menschlichen Gesundheit beigetragen. Luftverunreinigungen wie Blei- und Schwefeldioxidemissionen und ihre gesundheitlichen Wirkungen spielen kaum noch eine Rolle. Andere Risikofaktoren sind dagegen in den Vordergrund gerückt: Chemikalien, schadstoffhaltige Produkte und Lebensmittel, Lärm, Feinstaub, Ozon, UV-Strahlung oder hochfrequente elektromagnetische Strahlung. Umwelteinflüsse können für chronische und komplexe Erkrankungen wie Asthma und Allergien mit verantwortlich sein.

Ziel staatlicher Umwelt-Gesundheits-Politik ist, das Beziehungsgeflecht Umwelt und Gesundheit verstärkt zu erforschen und vorsorgeorientiertes Handeln zu befördern. Gesundheitsgefährdende Umweltfaktoren und umweltassoziierte Gesundheitsstörungen sollen frühzeitig erkannt, wissenschaftlich bewertet sowie Strategien und konkrete Möglichkeiten zu deren Verhütung und Bekämpfung entwickelt und umgesetzt werden.

Ernährung

Ernährung ist ein wichtiger Faktor für Gesundheit, Wohlbefinden und Lebenszufriedenheit. Es ist aber nicht nur wichtig, dass wir essen, sondern es kommt auch darauf an, was auf den Tisch kommt. Bedarfsgerechte Ernährung ist Teil einer gesunden Lebensführung.

In Deutschland ist Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen ein zunehmendes Problem. Jedes 5. Kind und jeder 3. Jugendliche wiegt zu viel; 7 bis 8% der Kinder sind stark übergewichtig, d.h. adipös. Übergewicht ist die häufigste ernährungsbedingte Gesundheitsstörung von Kindern in Deutschland. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht schon von einer Epidemie. Eine ausgewogene, gesunde Ernährung und genügend Bewegung reduzieren das Risiko für ernährungsbedingte Krankheiten. Kampagnen zur Ernährungserziehung und Ernährungsbildung dienen der Vorsorge von Übergewicht.

Innenraumluft und Wohnen

Ein wichtiger Bereich des gesundheitsbezogenen Umweltschutzes betrifft die Luftqualität in Innenräumen. Der Mensch hält sich in Mitteleuropa ca. 80-90% seines Lebens in Räumen auf: Zu Hause, im Büro, in Verkehrsmitteln, wie Auto, Bus oder Bahn. Die Innenraumluft kann stärker mit Schadstoffen angereichert sein als die Außenluft einer Großstadt. Für das Wohlbefinden und die Gesundheit ist ein schadstofffreies Raumklima wichtig.

Mögliche Schadstoffquellen in Innenräumen sind Zigarettenrauch, ausdünstende Lösungsmittel und Weichmacher aus Bauprodukten oder Möbeln, Teppichen, Tapeten etc. Auch das Versprühen von Desinfektions- und Schädlingsbekämpfungsmitteln oder Kosmetika wie Haarspray, Deodorant oder Parfüm belastet die Atemluft. U.a. beim Waschen/Wäschetrocknen oder Duschen/Baden entsteht Feuchtigkeit, durch die es zu Schimmelbildung kommen kann, wenn die Feuchtigkeit nicht abgeführt wird. Reizungen der Atemwege und der Augen, Hautirritationen, allergische Symptome und sonstige Gesundheitsbeeinträchtigungen können die Folge sein.

Klimawandel und Gesundheit

Die in Deutschland zu erwartenden Auswirkungen des Klimawandels auf die menschliche Gesundheit können vielfältig sein. So können sich bei wärmeren Temperaturen unter anderem Krankheitserreger schneller vermehren und Vektoren, wie Zecken, Stechmücken oder Nagetiere, stärker verbreiten. Auch einheimische allergene Tiere, wie der Eichenprozessionsspinner, können von höheren Temperaturen profitieren. Darüber hinaus ist mit längeren Pollenflugperioden allergieauslösender Pflanzen und einer Zunahme von Extremwetterereignissen, wie Hitze- und Starkregenperioden, zu rechnen. Der Klimawandel kann auch zu einer stärkeren Belastung durch Feinstaub, Ozon und UV-Strahlung führen.

Das Umweltbundesamt und das Robert Koch-Institut haben deshalb gemeinsam einen allgemeinen Rahmen zu Handlungsempfehlungen für Anpassungsmaßnahmen an die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels entwickelt. Das Umweltbundesamt hat dazu eine Onlineerhebung für Aktivitäten und Maßnahmen auf Bundes-, Länder- und Kommunalebene gestartet, die Sie auf dieser Seite finden.

Lärm

Junger Mann hält sich die Ohren zu.Lärm stellt in Deutschland eine der am stärksten empfundenen Umweltbeeinträchtigungen dar. Mehr als zwei Drittel aller Menschen in Deutschland fühlen sich durch Verkehrs- oder Freizeitlärm belästigt.

Zum Schutz des Menschen sollen die Folgen von Lärm auf die Gesundheit weiter erforscht sowie die Lärmbelastung reduziert werden. Neben Grenzwerten oder baulichen Maßnahmen soll durch Information und Aufklärung der Bevölkerung ein Bewusstsein für die Gesundheitsrisiken durch Lärm geschaffen werden.

Produkte

Ist ein Gebäude aus Gründen des Energiesparens gut abgedichtet, wird der natürliche Luftaustausch deutlich reduziert. Dadurch können hohe Konzentrationen der in den Räumen freigesetzten Stoffe entstehen. Nicht nur die Bau- und Umweltbehörden, sondern auch die Nutzerinnen und Nutzer und alle an der Planung, Errichtung und Sanierung von Gebäuden Beteiligten stehen vor der Frage, welche Bauprodukte im Hinblick auf möglichst geringe Schadstoffemissionen ausgewählt werden sollen.

Verbraucher und Verbraucherinnen können bereits beim Kauf vorsorgen und schadstoffarme Produkte wählen, die mit Umweltzeichen – z.B. dem „Blauen Engel“ – ausgezeichnet werden.

Der Blaue Engel ist die erste und älteste umweltbezogene Kennzeichnung für Produkte und Dienstleistungen in Deutschland. Der Auftrag, der mit dem Umweltzeichen verbunden ist, ist klar definiert: Der Blaue Engel fördert primär die Anliegen des Umweltschutzes, berücksichtigt aber zunehmend auch Aspekte des Gesundheitsschutzes. Bei der turnusmäßigen Überprüfung der bestehenden Vergabegrundlagen für Produkte im Wohnbereich sowie bei der Entwicklung von Vergabekriterien für zusätzliche Produkte, für die bislang kein Umweltzeichen vergeben wurde, werden strenge schadstoffbegrenzende und gesundheitsbezogene Anforderungen gestellt und entsprechende Nachweise gefordert. Den Blauen Engel gibt es für eine Vielzahl von schadstoffarmen Produktgruppen. Im Wohnbereich wird er z.B. für Polstermöbel, Bodenbeläge und Paneele, Holzbauplatten, Wandfarben, Tapeten sowie Elektro- und Gasherde oder insektizidfreie Schädlingsbekämpfungsmittel für Innenräume vergeben. Den Blauen Engel gibt es außerdem für IT-Geräte, wie Computer oder Multifunktionsgeräte mit Kopierer-, Drucker und ggf. Faxfunktion.

Strahlung

Der Mensch ist unterschiedlicher Strahlung ausgesetzt: Der UV-Strahlung der Sonne, hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung von Sendemasten (Mobilfunk) oder natürlicher radioaktiver Strahlung (Radon).

Im Mobilfunkzeitalter hat die hochfrequente elektromagnetische Strahlung zugenommen. Bei Einhaltung der Grenzwerte für Handys sind bisher keine schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit bekannt geworden. Das Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit unterstützt Forschungsprogramme zu gesundheitlichen Auswirkung von Mobilfunk sowie die Information der Öffentlichkeit über technische, pysikalische, biologische und medizinische Aspekte des Mobilfunks.

Radon ist ein natürliches, radioaktives Gas, das überall im Boden vorkommt. Durch Fugen oder Mauerrisse im Untergrund von Häusern kann es in Kellerräume eindringen und über Treppenaufgänge in höher gelegene Stockwerke gelangen. Belastete Wohnungen und öffentliche Gebäude, insbesondere Kindergärten, etc. sollen erfasst, gesetzliche Regelungen erlassen und Sanierungsmaßnahmen eingeleitet werden.

 

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