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Schutz vor UV-Strahlung

Zum besseren Schutz der Bevölkerung vor UV-Strahlung sollen Maßnahmen zur medizinischen Früherkennung von Hautkrebs intensiviert, die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu UV-Strahlung vertieft sowie die Öffentlichkeit noch mehr über die Risiken von UV-Strahlung informiert werden. Außerdem ist geplant, Normen zur Verbesserung des UV-Schutzes von Kosmetika festzulegen. Guten Schutz vor UV-Strahlung bieten Freiflächen mit vielen Schattenbereichen.

Projektziel 1:

Intensivierung von medizinischen Früherkennungsmaßnahmen

Unter der Verantwortung des Dermatologischen Zentrums Buxtehude wurde 1996 mit einer Kinderkohortenstudie an 15 000 Hamburger Erstklässlern begonnen. Gegenstand der Untersuchung ist die Ausbildung von Naevi, einer Vorstufe des Hautkrebses, in Abhängigkeit der bisherigen UV-Exposition .

Im Jahr 2004 startete bundesweit einmalig ein einjähriger Hautkrebs-Test unter der Schirmherrschaft der Gesundheitsministerin Schleswig-Holsteins. Mit der Durchführung wurden die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) und die Deutsche Krebshilfe (DKH) beauftragt. Bei erfolgreichem Verlauf des Modells wird der Hautkrebs-Test ab 2005 in ganz Deutschland eingeführt. Wegen des sehr gut geführten Krebsregisters wurde der Test in Schleswig-Holstein gestartet.

Im Rahmen der Mitgliedschaft bei der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) und der europäischen Gesellschaft zu Schutz vor Hautkrebs (EUROSKIN) beteiligt sich das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) fallweise an gemeinsamen Aktivitäten:

Projektziel 2:

Verbesserung der Freiflächengestaltung (Berücksichtigung der Einrichtung von Schattenbereichen bei Neubau von Schulen und Kindergärten)

Die Verbesserung der Freiflächengestaltung ist in erster Linie im Rahmen der Bauordnung umzusetzen, die im Verantwortungsbereich der Bundesländer liegt. Bei der Einrichtung der Schattenbereiche sind neben den Schulen z.B. auch öffentliche Parkanlagen (Ruhezonen mit Baumbestand) und Schwimmbäder mit zu berücksichtigen.

Projektziel 3:

Festlegung von Normen zur Verbesserung des UV-Schutzes von Kosmetika

Der Normenausschuss Lichttechnik (FNL) im DIN FNL 7 Strahlenkunde hat den Normenentwurf „Charakterisierung von Sonnenschutzmitteln durch Transmissionsmessungen“ verabschiedet.

Das Bundesinsitut für Risikobewertung (BfR) hat eine wissenschaftliche Bewertung von UV-Filterstoffen hinsichtlich Wirksamkeit und gesundheitlicher Unbedenklichkeit unter besonderer Berücksichtigung von Kombinationen dieser Stoffe durchgeführt und Anwendungsempfehlungen vorgeschlagen. Die Empfehlungen sollen die Hersteller von Kosmetikartikeln auf freiwilliger Basis berücksichtigen (der rechtliche Rahmen ist duch die EG-Kosmetik-Verordnung vorgegeben).

Projektziel 4:

Information der Bevölkerung

Im Rahmen der Mitgliedschaft bei der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) und der europäischen Gesellschaft zu Schutz vor Hautkrebs (EUROSKIN) beteiligt sich das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) an der Ermittlung und Festlegung gemeinsamer strategischer Ziele sowie an der Vorbereitung und Koordinierung gemeinsamer Aktivitäten.

Das grundsätzliche Hauptziel von PR-Aktionen besteht darin, die Öffentlichkeit über die möglichen gesundheitsschädigenden Wirkungen der UV-Strahlung der natürlichen Sonne und den künstlichen Bestrahlungsgeräten in Solarien zu unterrichten.

Zu den bisherigen Aktivitäten zählten :

Das BfS informiert im Rahmen des bundesweiten UV-Monitorings über die aktuelle und bisherige UV-Belastung in Deutschland anhand von täglicher Berichterstattung und Prognostik sowie von Jahresberichten.

Darüber hinaus informiert das BfS in unregelmäßigen Abständen in Form eines Tages der offenen Tür unter anderem über die UV-Aktivitäten bzw. beteiligt sich an Öffentlichkeitsaktivitäten anderer Institutionen wie z.B. dem Umweltbundesamt (UBA) oder dem Bundesumweltministerium (BMU).

Projektziel 5:

Vertiefung der wissenschaftlichen Erkenntnisse zu UV-Strahlung (gesundheitliche Wirkungen, Optimierung von Schutzmaßnahmen)

Im Rahmen des Ressortforschungsprogramms Strahlenschutz vom Bundesumweltministerium (UFOPLAN) wird das Vorhaben „Untersuchung molekularer und zellulärer Entstehungsmechanismen UV-induzierter Hautkrebse“ gefördert.

Im Teilprojekt 1 werden die tatsächlichen solaren UV-Expositionen an einzelnen, typischerweise unbedeckten Körperpartien sowohl in Ruheposition als auch bei ausgewählten Freizeitbeschäftigungen ermittelt. Im Teilprojekt 2 wird die Einsicht in die Entstehungsmechanismen des UV-induzierten Hautkrebses erweitert und die Ergebnisse in Kontext mit der tatsächlichen solaren UV-Exposition menschlicher Haut gestellt.

Das BfS arbeitet in der Strahlenschutzkommission mit und führt zu speziellen Strahlenschutzthemen Fachgespräche durch.

Kontakt
Rüdiger Matthes
Bundesamt für Strahlenschutz
Leiter der AG NIR
Email: rmatthes@bfs.de

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