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„Housing and Health“ – (LARES-Studie)

(Laufzeit: 01.06.2002 – 31.12.2004)

WohnblockSchimmel in der Wohnung, nächtliche Lärmbelästigung, kaum Grünflächen vor dem Haus? Die Gesundheit und das Wohlbefinden werden deutlich durch die Wohnumgebung beeinflusst. Im Sinne des vorbeugenden Gesundheitsschutzes sind daher Untersuchungen und Maßnahmen erforderlich, um die wichtigsten Einflussfaktoren aus dem Wohnbereich auf die Gesundheit zu identifizieren und künftige Risikoquellen zu vermindern. Ziel der paneuropäischen WHO-Studie LARES (Large Analysis and Review of European housing and health Status) war, die Datengrundlage über die Einflüsse verschiedener Wohnaspekte auf die Gesundheit und Lebensqualität zu verbessern. Daraus lassen sich Richtlinien und Empfehlungen für politische Strategien, für bessere Wohnbedingungen und eine Minderung des Gesundheitsrisikos ableiten.

In der Studie wurden in den Jahren 2002 bis 2004 erstmalig in acht europäischen Städten von insgesamt 8.519 Personen in 3.373 Wohnungen Daten zu den Wohnbedingungen, der Wohnungsausstattung, dem Wohnumfeld und dem Gesundheitszustand der Bewohnerschaft erhoben. Aus Deutschland hat Bonn an der Studie teilgenommen. Die Bewertung der Wohnqualität durch die Bewohnerinnen und Bewohner selbst war der wichtigste Aspekt der Studie. Folgende Parameter wurden international verglichen:

Nach Abschluss der Studie veranstaltete das Bundesministerium für Gesundheit zusammen mit dem Bonner Büro des Europäischen Zentrums für Umwelt und Gesundheit der WHO am 17./18.01.2005 das Symposium „Wohnumfeld und Gesundheit: Von der Evidenz zur Anwendung“. Dort wurden die Ergebnisse der Studie vorgestellt und mit Expertinnen und Experten aus den Bereichen Wohnen, Bauen, Umwelt und Gesundheit sowie der Länderarbeitsgruppe Umweltbezogener Gesundheitsschutz (LAUG) ihre Relevanz für Deutschland diskutiert.

Die Evaluierung der Wohngesundheitsdaten bestätigte den bisherigen Wissensstand und brachte neue Ansätze für die weitere Forschung und die politische Umsetzung. Die Ergebnisse der LARES-Studie sind in die Beschlüsse der Vierten Ministerkonferenz „Umwelt und Gesundheit“ von Budapest im Juni 2004 eingeflossen. Danach wollen sich die Umwelt- und Gesundheitsministerinnen und -minister der WHO-Region Europa in Zukunft aktiver im Bereich Wohnen und Gesundheit betätigen und bestehende Wohnungsrichtlinien stärker aus gesundheitspolitischer Sicht beeinflussen.

Ergebnisse

Wohnbedingungen und Gesundheit, Lebensqualität

Unabhängig vom sozio-ökonomischen Status gibt es einen deutlichen Trend zu schlechterer Gesundheit und geringerer Lebensqualität bei Bewohnerinnen und Bewohnern mit schlechten Wohnbedingungen.

Qualität des Wohnumfeldes

Nachbarschaftseinrichtungen wie Spielplätze, Parks und offene Flächen haben einen positiven Einfluss auf das Wohlbefinden und die Wohnzufriedenheit. Bewohnerinnen und Bewohner von Wohngebieten mit viel Grünflächen neigen sehr viel seltener zu starkem Übergewicht.

Schimmel und Feuchtigkeit, thermische Bedingungen

Das Vorkommen von Schimmel und Feuchtigkeit in der Wohnung ist deutlich mit Asthma, Bronchitis, Halserkrankungen, Arthritis sowie psychischen Beschwerden – wie chronischen Angstzuständen und Depressionen – verbunden.

Lärm

Lärmstörungen verstärken entscheidend die Wahrscheinlichkeit von Schlafstörungen. Sie sind ebenfalls einen Risikofaktor für Herz-Kreislauferkrankungen und stressbezogene Symptome. Besonders bedeutsam ist die nächtliche Lärmbelästigung.

Psychische Gesundheit

Die Wohnbedingungen beeinflussen die psychische Gesundheit. Lärm, Schimmel, ein generell schlechter Wohnungsstandard sowie die Qualität der Wohnumgebung können Auswirkungen auf die psychische Gesundheit haben und beispielsweise zu Depressionen und chronischen Angstzuständen führen. Ein niedriger sozio-ökonomischer Status beeinflusst die psychische Gesundheit negativ.

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